Behandlungsmethoden für eine entspannte Kaufunktion

Knirschen und Pressen

Knirschen, Pressen, Hacken - jede Nacht wird zum Kaumuskeltraining. Studien besagen, dass 20 Prozent aller Erwachsenen sogar tagsüber knirschen, ohne es zu bemerken. Dass sich Zähne im Laufe des Lebens abnutzen, ist völlig normal. Entspricht jedoch die Zahnhartsubstanzabnutzung eines 30-Jährigen jener eines 60-Jährigen, ist etwas mit seinem Kausystem nicht in Ordnung.

Ursachen für Kaufunktionsstörungen:

  • Stress, Depression und Unruhezustände sind ernst zu nehmende Risikofaktoren für das Knirschen der Zähne. Diesen Zusammenhang belegte unter anderem eine Studie über Bruxismus (=Knirschen und Pressen) bei Militärpiloten in Israel. 69 Prozent aller Piloten knirschten und pressten, dagegen nur 29 Prozent der Nicht-Piloten.
  • Bei manchen liegt die Ursache auch beim falschen Biss, wenn die Kauflächen der Zähne nicht richtig übereinander passen, z. B. aufgrund von Zahnfehlstellungen, gezogenen Zähnen, fehlerhaftem Zahnersatz, schlechter Körperhaltung, Antidepressiva, usw.
  • Zahnhartsubstanzverlust kann auch chemische Ursachen haben, wie Gastroösophagealer Reflux, Ess-Brechsucht, säurehaltige Getränke und Zitrusfrüchte. 

Symptome einer Störung der Kaufunktion:

  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Nackenverspannungen
  • Kiefergelenksschmerzen
  • Einschränkung der Beweglichkeit des Unterkiefers
  • Gesichtsschmerzen
  • mobile Zähne
  • Zahnhartsubstanzverlust
  • sensible Zähne
  • uvm. 

Funktionsanalyse / Behandlungsmethoden:

Unter Funktionsanalyse versteht man, Störungen im Bewegungsablauf und krankhafte Reaktionen in dem am Kauen beteiligten Gewebe zu erkennen und zu therapieren. Bewährte Behandlungsmethoden entspannen die Situation:
  • Schienentherapie
  • Kieferorthopädie
  • Chirurgie
  • prothetische Wiederherstellung der abgeknirschten Zähne durch Kronen oder Composite (zahnfarbenes Füllungsmaterial)
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